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Gedichte

 Küsse

 

Mögen Küsse Dich begleiten-

wie der Regenbogen im Fensterspiegel.

Der geformte Mund zum Liebessiegel

nicht so - wie ein Haus vom Igel.

 

Wie der leichte Wind -

der über die Felder zieht.

Verliebt die Seele in Gedanken liegt.

Das es auch für Dich

Liebe -ohne Stachel gibt.

 

 

 

Dat sindse

 

Gepaarte Gefühle sind die beiden

Aha ein Paar, ist das wahr? na klar -

gar nicht wahr. Naja

Hörn sie doch auf, etwas darein

zu interpretieren, inszenieren,

demonstrieren, konstruieren, das so

gar nicht ist, wie es ist.

Steht kein Hahn auf dem Mist,

weil auch dort keiner ist.

Aha, na klar, sag ich ja.

 

 

 

Sonnentage

Der alte Knacker, nicht mehr gesund.

Schreibt auch Gedichte, hofft träumt -

aus grau wird bunt.

Gedankenspiel: eine Taube erschafft,

wo fliegt sie hin mit all seiner Kraft?

Noch stehn sie am Boden als Felsblock

oder Baum, als Stoff für Geschichten

eine Blase - halt wie ein Traum.

 

 

 

Perlenreihe

Leben im Funkloch,

Klingel aus, dunkel das Haus.

Kontakt in Raten.

 

Bretterzaun um den Garten -

Türe zu. Ist zum Warten -

langes Hoffen, nicht geschlossen.

 

Die Umarmung, welch Erbarmung.

Blicke tauschen, seelig lauschen

Kippe rauchen, Kaffee trinken

Kuchenstücke reinversinken.

Über Schmerz und Doktor reden.

Glücklich sein - sagt ich eben.

 

Eine Uhr gibt mir das Zeichen,

muss von dieser Stätte weichen.

Eben drücken, Türe auf, Lampe an im Treppenhaus.

Tschau mach´s gut, pass unten auf.

 

Blicke tauschen, kurzes Winken;

Ampelmännchen mürrisch blinken.

Schlüsselbund, die Türe offen;

auf ein neues Zeichen hoffen.

Das kleine Funkloch, Klingel aus.

Punkt, Punkt, Punkt

fahr ich nach Haus.

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