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2009 machte Berlin eine weltweite Ausschreibung für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal. Die Politiker meinten, die Wiedervereinigung müsse durch ein Denkmal dargestellt werden. 

Hierzu machte ich mir selbstverständlich auch meine Gedanken, probierte und arbeitete Tag für Tag, manchmal kamen mir nachts neue Ideen, dann ging ich in meinen Keller und probierte weiter.

Leider wurde mein Vorschlag nicht genommen. Erst hieß es, alle Künstler hätten am Thema vorbei gearbeitet, später entschuldigte sich das Gremium, da die Presse ausrechnete, dass das Gremium sich offensichtlich für jedes Projekt 60 Sekunden Zeit genommen hat.

 

2009 besuchte ich das Arbeitslager Buchenwald:

 
Bei meinem Besuch im Arbeitslager Buchenwald war ich zutiefst betroffen über den bestialischen Wahnsinn und das Sehen von Hass gegen anders Denkende dieser schrecklichen Zeit: Zwangsarbeit, Qualen, Willkür, Folter, Grausamkeit, Helfern und Helfers Helfern und Denunzianten mit all ihren Morden.
Jeder Wahnsinn fängt klein an, kommt oft durch die Hintertür mit einer ständig steigerbaren Größe.  Auch in der heutigen Zeit wächst die Zahl derer, die als Einzelpersonen oder im Kollektiv Macht und Gewalt ausüben; gleichzeitig aber auch die Zahl derer, die dieses nicht sehen wollen.
Die Rundführung an dieser historischen Stätte wurde überzeugend und sehr eindringlich als bleibendes Geschehen in mir gepflanzt.
Zu meinem Bedauern stellte ich aber fest, dass danach bei Gesprächen mit einer Vielzahl von Menschen Antworten kamen wie: “Überlege doch mal, wie lang das überhaupt her ist?“ „Was haben wir denn damit zu tun?“ „Hör doch mal auf mit der Scheiße, wen interessiert das denn noch?“
Da ich als Künstler selber Opfer von Missbrauch, Verleumdung und Ausgrenzung bin, habe ich dieses Thema zu meinem Schwerpunkt gemacht.
Ich erschaffte in unserem Garten eine Fotoarbeit zum Thema Buchenwald mit dem Titel: „Tote Reden“. Sie reden durch den unermüdlichen Einsatz und das Engagement Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Dieses Grab steht stellvertretend für alle Opfer dieser gewaltreicher und mörderischen Zeit.

So bin ich voller Hoffnung, dass auch durch Rundführungen das Buch Nationalismus nicht einfach zugeschlagen und beiseite gelegt wird

 

 

2010 pflanzte ich mit Hilfe der Stadt Geldern und des Veerter Heimat- und Verschönerungsvereins in meinem Heimatdorf Veert einen Friedensbaum (siehe Pressemitteilungen).

 

2011 war dann meine Ausstellung "Sehnsucht nach Gerechtigkeit" im Foyer des Gelderner Rathauses, welches auch das Thema meiner Motivation ist.
 

 

2012 folgte die Ausstellung "Fremdbestimmt Eigenbestimmt" ebenfalls im Foyer des Gelderner Rathauses.
 
 
 

 

 

 

 

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